Mein Wahlprogramm

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SOZIALES ZUSAMMENLEBEN

STRASSENBEITRÄGE ABSCHAFFEN

Das kommunale Straßennetz gehört zur allgemeinen Daseinsvorsorge und muss von allen Bürgerinnen und Bürgern getragen werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Land seinen Beitrag zur Finanzierung übernimmt.

In jedem Falle werde ich mich für die Abschaffung der gerade beschlossenen wiederkehrenden Straßenbeiträge einsetzen.

BEZAHLBAREN WOHNRAUM SCHAFFEN

Bauen muss in Pohlheim auch für junge Familien mit einem niedrigeren Einkommen wieder möglich sein. Ich werde viel Mühe darauf verwenden, dass die Stadt zu dem erfolgreichen Verfahren der Vergangenheit zurückkommt und bezahlbare Grundstückspreise sicherstellt, nicht zuletzt auf städtischem Grund!

Daneben gilt es, Baulücken in den Stadtteilen zu schließen. Insgesamt geht es darum, kreativ über neue Bau und Lebensformen nachzudenken und Denkverbote zu vermeiden.

Den Zusammenhang von Wohnen und Arbeiten gilt es verstärkt im Bereich Bauen und Stadtentwicklung zu berücksichtigen.

Die Stadt wird auch Flächen für den sozialen Wohnungsbau ausweisen, etwa durch die Planung von Mehrgeschossbauten. Dabei sollen insgesamt attraktive, bunte Wohnquartiere entstehen.

NAHVERSORGUNG SICHERN

Die Neue Mitte ist sicher eine wichtige Säule der Gesamtversorgung in Pohlheim. Kaufkraft und Arbeitsplätze bleiben in der Stadt. Daneben bedarf es benutzerfreundlicher Einrichtungen vor Ort in den Stadtteilen.
Dezentrale Wochenmärkte etwa können ein Baustein sein zur Förderung der Regionalvermarktung. Hier bedarf es auch einer guten Zusammenarbeit mit den Landwirten unserer Stadt und Region.

Bei einer älter werdenden Stadtbevölkerung werde ich ein besonderes Augenmerk auf die Interessen der Senioren bei der Nahversorgung legen. Dieses betrifft zahlreiche Bereiche, u. a. auch die Erledigung von Bankgeschäften und andere allgemeine Dienstleistungen.


DAS MITEINANDER GESTALTEN

BEDARFSGERECHTE KINDERTAGESSTÄTTEN

Pohlheim braucht Kindertagesstätten vom Baby bis zum Schulkind. Dazu bedarf es moderner, gut ausgestatteter Räumlichkeiten, aber wohnortnah. Große zentrale Einrichtungen erhöhen nicht nur den innerörtlichen Verkehr, sie sind auch aus pädagogischen Gründen abzulehnen: Kinder müssen ihre Kita selbst anlaufen können und zugleich mit Kindern ihrer Umgebung zusammenkommen. Ich werde mich u. a. dafür einsetzen, dass in Steinberg eine neue Kita gebaut wird. Der Kindergarten in Garbenteich muss grundsätzlich erneuert, die Kita in Hausen muss erweitert werden.

Neben den traditionellen Formen von Kindertagesstätten sollen solche treten, die die Kinder mit Wald, Natur stärker in Kontakt bringen. Dieses ist außer in besonderen Einrichtungen, etwa einem Waldkindergarten, auch ein Bildungsauftrag aller Kitas.

Es bedarf pädagogischer Konzepte für Frühförderung, Spracherwerb und Persönlichkeitsbildung. Dabei kommt der motorischen und der musisch-ästhetischen Bildung eine besondere Rolle zu. Hier bedarf es der Mitarbeit einer Kindheitspädagogin als Schnittstelle zwischen den Erzieherinnen und Erziehern, der Stadtverwaltung und dem Landkreis. Daneben braucht es ein transparentes, pädagogisch ausgerichtetes Management bei der Platzvergabe.

JUGEND- UND FAMILIENZENTREN SCHAFFEN

Jugendpolitik ist Standortpolitik – Diese Wahrheit ist endlich in Pohlheim zu berücksichtigen. Jugend braucht Stätten der Begegnung, der Förderung und der Unterstützung. Deshalb braucht Pohlheim neben einem zentralen Jugendzentrum Jugendräume mit fachlicher Begleitung in den Stadtteilen. Ein Jugendparlament soll eingerichtet werden.

Familien unterliegen einem steten Wandel, Familien brauchen Hilfen, können aber auch Hilfen geben. Deshalb müssen in Pohlheim mehrere Familienzentren eingerichtet werden. Deren reichhaltige Angebote sollen Familien nicht ersetzen, aber ihrerseits einen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten.

SENIORENARBEIT UND NACHBARSCHAFTSHILFE

Der demografische Wandel und die Erfordernisse des Berufslebens fordern ihren Tribut: Zunehmend sind beide Elternteile berufstätig, Alleinerziehende wie Elternpaare suchen nach Möglichkeiten, Beruf und Familie miteinander zu verbinden. Erwachsen gewordene
‚Kinder‘ müssen oftmals berufsbedingt fortziehen, ihre älter werdenden Eltern bleiben in der Stadt, zugleich gibt es junge Familien, die ohne familiären Anhang nach Pohlheim kommen.

Eine mögliche Antwort auf diese komplizierter gewordenen Lebenszusammenhänge sind neue Formen wechselseitiger Patenschaften. Dazu gibt es gute Beispiele in Nachbarkommunen, an die ich gerne anschließen möchte.

So braucht Pohlheim eine Generationenbrücke mit hauptamtlicher Koordination und mit ehrenamtlicher Unterstützung.Auch Mehrgenerationenwohnungen sind wichtig. Dazu gehört auch die Beratung für die Gestaltung seniorengerechten Wohnens.


Darüber hinaus gilt es, die Nachbarschaftshilfe zu fördern und zu begleiten. Was früher selbstverständlich war, muss heute im Rahmen der allgemeinen Daseinsvorsorge gestaltet werden. Schließlich muss sich eine Stadt auch um diejenigen kümmern, die aus eigener Kraft ihr Leben nicht gestalten können. Zusammen mit zivilgesellschaftlichen Trägern sind hier Hilfen anzubieten.

KULTUR UND SPORT FÖRDERN

Pohlheim hat Teil an einem Weltkulturerbe. Die vorhandenen historischen Fundstellen des Limes müssen stärker für die Naherholung und den Fremdenverkehr genutzt werden.


Daneben gilt es, das innerstädtische Kulturangebot zu verbessern, etwa durch den Ausbau des Angebotes der Stadtbibliothek einschließlich dessen Dezentralisierung.
Die Zusammenarbeit der Stadtbibliothek und des Stadtarchivs mit den Schulen ist zu intensivieren.
Das Stadtarchiv kann überdies verstärkt für eine moderne Stadtgeschichtsschreibung genutzt werden. In Pohlheim sollte die Erinnerungskultur gepflegt werden.


Mehrgenerationenhäuser und andere Einrichtungen können ihrerseits ein attraktives Kulturangebot entwickeln (Kabarettveranstaltungen, Lesungen, Filmvorführungen, Konzerte u. a. m.).

Der Chorgesang ist ein wesentlicher Bestandteil des örtlichen Kulturlebens. Er ist zu fördern.

Sport ist Freizeit, zugleich ein Teil präventiver Gesundheitssicherung. Unsere Sportvereine leisten einen wichtigen Beitrag zu beidem. So ist der Breitensport ebenso zu fördern wie der Leistungssport. Bestehende „Profi“-Vereine im Kinder- und Jugendbereich gilt es zu unterstützen, auch und gerade bei ihrer wichtigen
sozialen Integrationsleistung. Ein sachgerechtes Sportstättenkonzept für Nord- und Südstadtteile muss gewährleisten, dass alle Interessierten eine Stätte für ihre Aktivitäten finden. Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen gilt es zu begleiten und zu intensivieren.

Pohlheim hat ein vitales Interesse am Erhalt des Hallenbades.

EHRENAMT

Politik kann zwar viel gestalten, aber darüber hinaus bedarf es der Mitwirkung der vielen Ehrenamtlichen. Vieles könnte nicht erkannt, aufgegriffen und erledigt werden, wenn da nicht konkret von den Bürgerinnen und Bürgern mit angefasst würde. Das Ehrenamt ist Teil unseres demokratischen Gemeinwesens!

Dank an alle, die sich bei der Feuerwehr, beim DRK, in den kirchlichen Gemeinden, bei der freien Wohlfahrtspflege, in Vereinen, im kulturellen Leben und als Einzelpersonen tagtäglich einbringen. Hier reicht nicht nur ein Dankeschön, es bedarf der öffentlichen Anerkennung und Hilfestellung. Aufgrund meiner vielfältigen Erfahrungen in ehrenamtlicher Tätigkeit auf vielen Gebieten können Sie mit meiner Unterstützung rechnen.

ÖKONOMIE & ÖKOLOGIE ZUSAMMENDENKEN

GEWERBE: ÖKOLOGISCH UND VERNETZT

Pohlheim braucht Gewerbe, gute Arbeits-und Ausbildungsplätze. Doch dieses muss ökologisch vertretbar sein. Ökonomie und Ökologie schließen sich nicht aus. Die Wirtschaft ist dazu bereit und im Stande, ökologisch zu handeln und zu unterstützen, wenn sie klare Rahmendaten und einen fairen Kosten-Nutzen-Ausgleich vorfindet. Gewerbeansiedlungen müssen zukunftsfähig sein, dazu bedarf es einer breiten Ideenvielfalt.

Garbenteich-Ost kann moderat als Gewerbegebiet genutzt werden, wenn dabei die Umweltbelastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner nicht vermehrt werden. Auch ist zu prüfen, wie in diesem Gewerbegebiet zunehmend der CO2 – Ausstoß reduziert werden kann.

Ich setze auf den Entwicklungsbedarf ortsansässiger Betriebe und die Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerken, der Justus-Liebig-Universität sowie der Technischen Hochschule Mittelhessens. Start-Ups sollen berücksichtigt werden.
Hier wie an anderer Stelle suche ich die interkommunale Zusammenarbeit bei der Gewerbeentwicklung.

KLIMAFREUNDLICHE STADTENTWICKLUNG

Wir haben nur die eine Umwelt! Die Wirtschaft sowie die Bürgerinnen und Bürger sind bereit, ökologisch zu handeln. Auch die Stadt Pohlheim muss ihren Teil dazu beitragen, dass das Mikroklima positiv beeinflusst und so eine Umkehr des Klimaanstiegs mitgestaltet wird.

Im Einzelnen geht es um:
• den systematischen Ausbau erneuerbarer Energien
• die Beratung zur Einsparung von Energie etwa durch Dämmung
• die klimaneutrale Entwicklung neuer Baugebiete
• die Anlage von Biotopen auf ungenutzten städtischen Flächen
• den Schutz des Baumbestandes
• die Unterstützung der Flächenentsiegelung
• die Förderung und den Ausbau von Regenwassernutzung.

In einem Klimabeirat sollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Vorschläge einbringen und an der Konzeptbildung sowie an der Umsetzung mitwirken.

MOBILITÄT NEU DENKEN

Neben die nach wie vor wichtige Auto-Mobilität müssen vermehrt intelligente Formen gemeinsamer Mobilität treten.

Dieses betrifft:
• die Neugewichtung der Verkehrsträger
• eine grundsätzliche Überarbeitung der Linienführung vom ÖPNV
• ein durchgängiges Angebot von Radwegen (auch innerorts durch „Fahrradstraßen“ auf
Hauptverkehrsstraßen) und Schließen von Lücken (etwa Ausbau des Limesradweges
• die Etablierung von Car-Sharing auch in Pohlheim
• den Bau eines Radschnellwegs nach Gießen.

Es bedarf einer verbesserten Anbindung an die Bahnhöfe Richtung Rhein-Main Gebiet für Berufspendlerinnen und -pendler.

LÄRMSCHUTZ

Der Lärm in vielen Stadtteilen hat das erträgliche Maß überschritten. Es bedarf deshalb eines aktiven Lärmschutzes, sei es durch mechanische Einrichtungen wie Lärmschutzwälle etc., sei es durch Geschwindigkeitsbeschränkungen auch tagsüber oder sei es durch moderne Formen der Mobilität.

Es gilt, den Hessischen Lärmaktionsplan intensiv zu begleiten und nach einem Zusammenspiel zwischen aktivem und passivem Lärmschutz zu suchen. Tempolimits sind dort vorzunehmen, wo anders eine Lärmbegrenzung nicht erreichbar ist.

SCHWERLASTVERKEHR STOPPEN

Nicht nur Dorf-Güll ächzt unter dem Schwerlastverkehr. Durch ein Gewerbegebiet Garbenteich-Ost darf dieser nicht verstärkt werden. Vielmehr bedarf es Anstrengungen, Teile des Schwerlastverkehrs umzuleiten und Dorf-Güll zu entlasten.

Ich strebe eine Tempobegrenzung und für nachts ein Durchfahrtsverbot für LKW an.
Aus Sicherheitsgründen bedarf es eines Fußgängerüberwegs zur Überquerung der L3131.

KOMMUNIKATION UND TRANSPARENZ

STADTLEITBILD

Pohlheim ist eine Stadt mit einer starken Entwicklung und vielen Potentialen für die Zukunft. Immer wieder aber stoße ich auf Aussagen, dass es insgesamt einer besseren Bindung aller Einwohner an ihre Stadt bedürfe. Ich würde gerne Sie, die Bürgerinnen und Bürger, einladen, ein gemeinsames Stadtleitbild zu entwickeln, das Erhaltenswertes und neue Ideen, Vergangenheit und Zukunft miteinander verknüpft. Dieses klappt nur, wenn Sie daran mitwirken – in einem offenen Prozess und einer intensiven Kommunikation.

Pohlheim braucht mehr Kommunikation und Transparenz auf sehr vielen Gebieten. Die Entwicklung eines Stadtleitbildes stellt hier nur einen Schritt dar, aber einen wichtigen. Zukunft gestalten lässt sich nur, wenn man Sie gewinnt, aktiv über die Wahlhandlung hinaus an der Gestaltung unserer Stadt mitzuwirken.

ORTSBEIRÄTE

Ein wichtiger Bestandteil des bürgernahen, demokratischen Lebens stellen die Ortsbeiräte dar. Sie wissen am besten, wo vor Ort der ‚Schuh’ drückt.

Deshalb soll deren Stellung gestärkt werden, u. a. mit einem eigenen Budget, mit dem sie unbürokratisch stadtteilnahe Probleme lösen können.

DIGITALISIERUNG

Pohlheim muss an die neuen Möglichkeiten digitaler Kommunikation angeschlossen werden. Dieses betrifft sowohl die Versorgung ortsansässiger Betriebe, daneben aber auch viele Erwerbstätige, die nicht nur in Krisenzeiten im Home Office arbeiten. Und schließlich müssen alle Stadtteile davon profitieren. Es bedarf eines gesamtstädtischen Konzepts, das auch die Finanzierung regelt.

Der Zugang zu öffentlichen Ämtern und Dienstleistungen muss digitalisiert werden. Hierzu sind seitens der Stadtverwaltung die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen. Zugleich bedarf es eines Hilfsangebotes für Personen, die diese Einrichtungen nutzen wollen, aber dafür Einweisung und gegebenenfalls Unterstützung benötigen. Insgesamt muss der Zugang barrierefrei ausgestaltet werden.


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Über mich

Zur Person: 52 Jahre, verheiratet, 15jähriger Sohn
Berufliches : Telekom-Fachwirt, Beamter
Tätigkeiten: Freiwillige Feuerwehr: Wehrführer,
Vorsitzender; breites ehrenamtliches
Engagement
Politische Ämter: Ortsvorsteher,
Außenstellenleiter, Stadtverordneter
Evangelische Kirchengemeinde: Vorsitzender,
Synodaler im Dekanat
Auszeichnungen: Brandschutzehrenzeichen in
Silber 2005 – Ehrenbrief des Landes Hessen 2018