Andreas Ruck: „Ehrenamt verdient Wertschätzung und Förderung“

Stadtteilbegehung mit Bürgermeisterkandidaten Andres Ruck in Watzenborn-Steinberg

Die SPD Pohlheim hat eine Reihe von Stadtteilbegehungen in Pohlheim gestartet. Am 11. März hat sich der von ihr nominierte parteilose Bürgermeisterkandidat, Andreas Ruck, zusammen mit Interessierten aus SPD und der Bürgerschaft den Stadtteil Watzenborn-Steinberg genauer.angesehen. Ausgangspunkt war der Standort Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in der Kirchstraße.

Ruck ließ sich die Planungen der Stadt erläutern. Er trat vehement für eine Reduktion der Planungen auf eine Einrichtung mit vier Gruppen unter zumindest teilweiser Nutzung des renovierten vorhandenen Gebäudes ein. Gleichzeitig solle ortsnah in Steinberg auch eine vier Gruppen umfassende Einrichtung entstehen. Neben anderen Gründen machte er geltend, dass eine Einrichtung mit acht Gruppen große Probleme bei einem Krisenfall aufwerfe.

Der Gang führte dann an dem neuen Mahnmal für den Genozid an Christen im Vorderen Orient im Jahr 1915 vorbei. Ruck betonte, dass es wichtig für die große Gruppe der Aramäer in Pohlheim sei, eine Gedenkstätte für das erlittene Leid zu bekommen. Zugleich sieht er darin vor allem eine Mahnung, Menschenrechte jetzt und in der Zukunft weltweit zu verteidigen.

Als nächstes Ziel wurde die alte Kirche, angesteuert. Klaus-Dieter Gimbel, ehemals 2. Vorsitzender des „Fördervereins zu Rettung der alten Kirche“, erläuterte die Arbeiten zum Erhalt des Bauwerkes. Andreas Ruck betonte, dass das hier gezeigte vorbildliche, ehrenamtliche und bürgerliche Engagement beispielgebend auch für andere Projekte sein könne.

Am Brunnenplatz diskutierte die Gruppe die Möglichkeit, hier stärker ein Kommunikationspunkt für den Stadtteil zu schaffen. Es wurde begrüßt, dass immer wieder einzelne Veranstaltungen stattfinden, benötigt aber werde ein ständiger Anlaufpunkt. „Die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils müssen gefragt werden, was sie sich hier wünschen und was sie selbst zur Ausgestaltung beitragen möchten“, so der Bürgermeisterkandidat.

Auf dem Weg zur Limesschule passierte die Gruppe den Ort, wo einst die Synagoge gestanden hat. Dabei wurden auch die vorhandenen Stolpersteine etwa in der Fahrt- und in der Klossengasse gewürdigt.

An der Limes- und an der Adolf-Reichwein-Schule wurde seitens des langjährigen Kreistagsmitglied und ehemaligem Ortsvorstehers Klaus-Dieter Gimbel deutlich gemacht, wie wichtig die Schulumlage des Kreises sei und dass Pohlheim – nicht nur hier – daraus auch große Vorteile ziehe. Dies war Anlass für Andreas Ruck, die enge Kooperation mit dem Landkreis einzufordern und zwar auf vielen Gebieten, neben dem Schulbau auch auf dem Gebiet des Sozialen Wohnungsbaus und der Jugendpolitik.

Den Abschluss bildete ein Blick von außen auf den Feuerwehrstandort in Watzenborn-Steinberg und der Neuen Mitte. Ruck versprach, als langjähriger Leiter der Feuerwehr in Bad Schwalbach einen besonderen Blick auf die Feuerwehr in Pohlheim zu richten. Das große ehrenamtliche Engagement der Feuerwerker sei zu würdigen, ihre Einsatzbereitschaft Tag und Nacht!

Andreas Ruck konnte sich davon überzeugen, dass Watzenborn-Steinberg insgesamt gut dasteht, dass es aber einer klugen städtischen Entwicklung bedarf, um die vorhandenen Potentiale zukunftsfähig zu machen: „Ich werde die Bürgerinnen und Bürger einladen, mit den städtischen Gremien gemeinsam ein Stadtteilentwicklungsplan zu entwerfen“. So das Abschlussstatement des Kandidaten.